files/hoernpraxis/Logo34small.jpg Disease Management Programme

Die Vorsorgeprogramme dienen vor allem der Früherkennung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Gesetzgeber hat sogenannte Disease Management Programme (Abkürzung = DMP) geschaffen.
Hierunter versteht man die Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen mit Hilfe strukturierter Versorgungsprozesse sowie auf der Basis individuell vereinbarter und dokumentierter Therapieziele. DMP-Elemente sind hierbei Schulungsmaßnahmen für den Patienten, standardisierte Dokumentation sowie regelmäßige Information für Arzt und Patient.

Die DMP wurden entwickelt für Patienten mit einer der folgenden Erkrankungen:

 

Diabetes mellitus Typ II, Koronare Herzkrankheit (KHK) sowie Asthma bronchiale und COPD*

 

Im Mittelpunkt steht ein besonders qualifizierter "koordinierender Hausarzt", derBild Wegkreuzung

 

·das reibungslose Zusammenwirken aller Versorgungsebenen organisiert

·mit seinen Patienten konkrete Behandlungsziele vereinbart

·den Behandlungsfortschritt des Patienten regelmäßig standardisiert dokumentiert und

·die notwendigen Behandlungsschritte umfassend steuert.

 

Die erhobenen DMP-Daten dienen einerseits einer aktiven Beteiligung des Patienten am Behandlungsprozess (z.B. Erinnerung an Untersuchungstermin), anderseits liefern die veschlüsselten (pseudonymisierten) DMP-Daten die Grundlage für den Nachweis und die Sicherung der ambulanten ärztlichen Versorgungsqualität. Der Inhalt der Dokumentation ist bundeseinheitlich festgelegt und bezüglich Patient sowie Leistungserbringer pseudonymisiert. Schulungsprogramme, die wir Ihnen als besonders qualifizierte Praxis anbieten können, und Informationsangebote Ihrer Krankenkasse ergänzen die medizinische Betreuung der Patienten.

 

Vorteile

Sie erhalten nützliche Informationen über Ihre Erkrankung und Unterstützung für den persönlichen Umgang mit der Krankheit. Die akute Behandlung bei Beschwerden kann noch so gut sein, bei chronischen Krankheiten reicht sie allein nicht aus. Chronisch kranke Menschen brauchen eine regelmäßige und vorausschauende medizinische Betreuung und ein gutes Zusammenspiel aller behandelnden Instanzen. Gerade Diabetiker müssen doppelt aufmerksam mit ihrer Krankheit umgehen. Zum einen haben sie ihre akuten Beschwerden zu beachten. Zum anderen haben sie, bei nicht ausreichender Behandlung, auch noch ein hohes Risiko, zum Beispiel einen Herzinfarkt oder andere Folgeerkrankungen zu erleiden. Deshalb ist eine konsequente und vorausschauende Behandlung auf hohem Qualitätsniveau notwendig. Dazu gehören die richtige Einstellung des Blutdrucks und des Blutzuckers sowie regelmäßige Untersuchungen der Risikobereiche wie z.B. Füße oder Augen. Ein reibungsloses Zusammenwirken aller an der Therapie beteiligten Partner ermöglicht Ihnen eine gesundheitsgerechte Lebensführung.

 

Ablauf

Für alle Teilnehmer am DMP muss in der Regel alle 3 Monate vom Arzt eine standardisierte Dokumentation erstDMP Programme sind positivellt werden. Verbunden sind hiermit auch regelmäßige Laborkontrollen. Alle schleswig-holsteinischen Krankenkassen beteiligen sich an den DMP. Die Teilnahme für Patienten ist freiwillig! Allerdings muss der Patient zur aktiven Mitwirkung am DMP bereit sein. Nur so kann eine Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung erreicht werden.
Die Therapiefreiheit des behandelnden Arztes bleibt vollkommen uneingeschränkt!

Am DMP teilnehmende Patienten erhalten unter Umständen von Ihrer Krankenkasse über Bonus-Systeme Beitragsnachlässe oder Zuzahlungsminderungen. In jedem Falle aber erhalten chronisch Kranke durch die Teilnahme an Disease Management Programmen mehr Sicherheit durch eine umfassende Betreuung auf der Basis des aktuellen medizinischen Wissens und sinnvolle Koordination aller Behandlungsschritte durch einen medizinischen Ansprechpartner Ihres Vertrauens, nämlich dem von Ihnen gewählten Hausarzt.

 

* engl:„Chronic obstructive pulmonary disease - COPD“ ist eine chronisch entzündliche Lungenerkrankung.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Dr. med. A. Boekhoff, Facharzt für Allgemeinmedizin

Stand: 16.5.2017