files/hoernpraxis/Logo34small.jpg Fakten Diabetes mellitus

Diabetes mellitus

Diabetis

Der Diabetes mellitus (griechisch: "honigsüßer Durchfluß") ist eine Stoffwechselstörung. Man unterscheidet 2 Arten des Diabetes.

 

Beim Diabetes mellitus Typ I, herrscht ein absoluter Insulinmangel. Er wird verursacht durch einen Untergang von insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (z.B. durch Infektionen oder Autoimmunerkrankungen). Er tritt vorwiegend in der Kindheit, der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter auf. Da die körpereigene Insulinproduktion nicht mehr ausreichend ist, sind die Betroffenen auf Insulininjektionen angewiesen.

 

Der Diabetes mellitus Typ II  beruht auf einem verminderten Ansprechen der Körperzellen auf Insulin. Er tritt meist im höheren Lebensalter auf und wurde deshalb früher auch als Altersdiabetes oder Alterszucker bezeichnet. Auslösende Faktoren sind fettreiche Kost, Übergewicht und Bewegungsmangel. In den letzten Jahren ist das erste Auftreten dieser Form von Diabetes zunehmend bei jüngeren Menschen nachzuweisen. Da die Bauchspeicheldrüse weiterhin Insulin produziert besteht ein relativer Insulinmangel.  Das heißt es besteht keine absolute Insulinpflicht, sondern auch eine medikamentöse Behandlung in Tablettenform ist möglich.

 

Derzeit ist bei knapp 6,5 Millionen Menschen in Deutschland ein Diabetes mellitus bekannt (Quelle: International Diabetes Federation, 2012, www.idf.org/diabetesatlas). Daneben ist mit einer Dunkelziffer in beträchtlicher Höhe zu rechnen, da die Krankheit zu Beginn häufig ohne Anzeichen verläuft und erst mit jahrelanger Verzögerung erkannt wird. Diabetes kann bei unzureichender Behandlung zu schwerwiegenden Komplikationen wie Erblinden, Nierenversagen und Amputation von Gliedmaßen führen. Zudem haben Diabetiker ein höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

 

Ein Typ-2-Diabetes tritt nicht plötzlich auf, sondern entwickelt sich über Jahre. Es gibt Möglichkeiten, seinem Auftreten durch eine gesundheitsorientierte Lebensführung entgegenzuwirken. Wir wollen Sie daher nicht nur über Ihr persönliches Typ-2-Diabetes Risiko in den nächsten 10 bzw. 5 Jahren informieren, sondern Ihnen auch individuelle Möglichkeiten aufzeigen, Ihr Risiko zu senken.

 

Download PDF Logo FindRisk Fragebogen der Deutschen Diabetes Stiftung

 

Sie können Ihr Diabetes-Risiko auch online berechnen lassen, wenn Sie dort in dem Rechner Ihre entsprechenden Werte eingeben. Testen Sie Ihr persönliches Risiko, innerhalb der nächsten 5 Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

 

files/hoernpraxis/buttons/pfeil.jpg Fragebogen zum Diabetesrisiko

 

Der Deutsche Diabetes-Risiko-Score ist nur für Personen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren geeignet. Obwohl die Berechnungen wissenschaftlich abgesichert sind, kann nur ein Teil der Faktoren berücksichtigt werden, die zur Entstehung dieser Erkrankung beitragen. Bei diesen handelt es sich um erbliche oder zum Teil noch unbekannte biologische Faktoren. Immer noch entscheidend für den Nachweis einer Diabetes Erkrankung ist der orale Glukose Toleranz Test (kurz: oGTT). Der orale  Glukose Toleranz Test dient zur Diagnostik des Typ-2-Diabetes und seines Vorstadiums, der gestörten Glucosetoleranz sowie des Schwangerschaftsdiabetes. Er kommt beispielsweise zur Anwendung, wenn Blutzuckerwerte im venösen Plasma über 110 mg/dl (6.1 mmol/l) festgestellt werden. So wird der Test durchgeführt:Nach der Messung des Nüchternblutzuckers trinkt der Patient in der Praxis eine Lösung mit 75 g Glukose. Der Blutzucker wird nach 60 Minuten und 120 Minuten bestimmt. Für die Dauer dieser 2 Stunden muss der Patient in der Praxis bleiben. Ein Diabetes liegt vor, enn der Zweistundenwert 200 mg/dl (11,1 mmol) oder mehr erreicht. Im Bereich von 140 bis unter 200 mg/dl (7,8 bzw. 11,1 mmol/l) besteht eine gestörte Glukosetoleranz.

 

Verantwortlich für den Inhalt: Dr. med. A. Boekhoff, Facharzt für Allgemeinmedizin

 

Stand: 16.5.2017